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Drei Gründe für einen gemeinsamer Ethikunterricht

Toleranz - Wertorientierung - Wahlfreiheit

 

Toleranz durch Gemeinsamkeit

An den Schulen Berlins lernen Schülerinnen und Schüler aus vielen Nationen und Kulturen mit den unterschiedlichsten Glaubensvorstellungen und Weltanschauungen. Angesichts dieser Vielfalt hat die Schule das Anliegen gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Respekt zu fördern. Das ist aber nur in einem gemeinsamen Unterricht möglich. Nur so wird in der Schule gegenseitiges Verständnis entwickelt. Grundkenntnisse der weltanschaulichen und religiösen Ethik und Fragen zur Lebensgestaltung, wie sie das Schulgesetz für den Ethikunterricht vorsieht, sind hier von besonderer Bedeutung. Diese Themen sind für alle Schülerinnen und Schüler unverzichtbar –unabhängig davon, ob sie darüber hinaus einen christlichen (evangelischen, katholischen, orthodoxen), islamischen (sunnitischen, schiitischen, alevitischen), jüdischen oder buddhistischen Religionsunterricht bzw. das weltanschauliche Fach Humanistische Lebenskunde besuchen. Nur durch ein gegenseitiges Verständnis bleibt die Ethik in unserer Gesellschaft weiterhin gewahrt.

Folgen wir den Argumenten der Kirchen, machen wir einen Schritt zurück und verlassen so unsere liberale Konsensgesellschaft.

Wertorientierung durch Ethikunterricht

Unsere gesellschaftlichen Werte beruhen auf den unterschiedlichsten kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Ideen und Überzeugungen. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Schülerinnen und Schüler in einem gemeinsamen Ethikunterricht mit zentralen Grundwerten wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz beschäftigen. Fundamentalistischen Tendenzen bei Jugendlichen werden so vorgebeugt und eine gewaltfreie Konfliktlösung gefördert.

Eine gemeinsame ethische Grundbildung und der Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern verschiedenster Herkunft sind wichtig. Nur so wird die Freiheit, sich selbstbestimmt und individuell im Leben zu orientieren, erlangt. 

Nur mit der Akzeptanz vieler Ansichten und Ideen ist die demokratische Wahlfreiheit möglich!

Wahlfreiheit für Berlin

An Berliner Schulen wird Ethik in den Klassen 7-10 unterrichtet. Zusätzlich steht es jeder Schülerin und jedem Schüler (unabhängig von der Klassenstufe) frei, Unterrichtsangebote von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zu nutzen. Diese Praxis hat sich seit 1948 bewährt und ist gesetzlich geregelt.  

Grundlegende Kenntnisse aller Religionen und Wertevorstellungen werden im Fach Ethik, auch in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bekenntnisgemeinschaften, gelehrt und verständlich gemacht. Bekenntnisunterricht muss auch weiterhin frei wählbar bleiben, darf aber nicht den Ethikunterricht vom Lehrplan verdrängen.

Wir setzen uns für den Ethikunterricht ein, weil er authentische und sachkundige Inhalte vermittelt, die alle Schülerinnen und Schüler teilen.

Wir sind nicht gegen den Religionsunterricht. Er soll frei wählbar bleiben, aber nicht als Dogma zwingend werden..