- 27.05.08

Wer entscheidet über die Inhalte des Religions- und Weltanschauungsunterrichtes?

Andrea Härtel

Über die Verantwortung der Religions- u. Weltanschauungsgemeinschaften – unter Aufsicht des Staates

Die Verantwortung für Inhalt und Gestaltung des Religions- und Weltanschauungsunterrichts liegt bei dessen Anbietern, den verschiedenen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften ( § 13 Abs. 1 SchulG). Doch selbstverständlich unterliegt auch dieses freiwillige Zusatzangebot den Bestimmungen des Grundgesetzes sowie der Berliner Verfassung und muss in Übereinstimmung mit den dort verankerten Normen und Werten erteilt werden. Darüber hinaus ist der Religions- und Weltanschauungsunterricht den gleichen pädagogischen und fachlichen Maßstäben verpflichtet, die auch an den allgemeinen Unterricht angelegt werden ( § 13 Abs. 3 SchulG). Die Unterrichtssprache ist Deutsch ( § 2 Abs. 4 AV Religions- und Weltanschauungsunterricht).

Um eine diesen Anforderungen genügende Durchführung zu gewährleisten, müssen die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften die Rahmenlehrpläne für ihr Unterrichtsangebot bei der für das Schulwesen zuständigen Senatsverwaltung zur Überprüfung einreichen ( § 13 Abs. 3 SchulG). Zudem haben sowohl Schulleitung als auch Schulaufsichtsbehörde die Möglichkeit, bei Bedarf Einsicht in den Unterrichtsablauf zu nehmen ( § 8 Abs. 1 AV Religions- und Weltanschauungsunterricht).