- 27.05.08

Wer bietet Religions- und Weltanschauungsunterricht in Berlin an?

Andrea Härtel

Informationen zu den Anbietern

Laut dem Berliner Schulgesetz kommen als Anbieter von Religions- und Weltanschauungsunterricht nur solche Vereinigungen in Betracht, „die die Gewähr der Rechtstreue und der Dauerhaftigkeit bieten und deren Bestrebungen und Tätigkeiten auf die umfassende Pflege eines religiösen Bekenntnisses ausgerichtet und deren Mitglieder auf dieses Bekenntnis verpflichtet und durch es verbunden sind“ ( § 13 Abs. 1 SchulG, eig. Hervorh.).

Acht Vereinigungen sind unter diesen Voraussetzungen zur Zeit in Berlin als Träger von Religions- und Weltanschauungsunterricht anerkannt: Die beiden großen christlichen Kirchen, die Jüdische Gemeinde in Berlin, der Humanistische Verband Deutschlands – der seit 1984 den humanistischen Lebenskundeunterricht anbietet –, die Islamische Föderation und das Kulturzentrum Anatolischer Aleviten – beide mit einem Angebot von islamischem Religionsunterricht – sowie die Buddhistische Gesellschaft in Berlin und – zum Schuljahr 2007/2008 neu hinzugekommen – die Christengemeinschaft.

Zur Durchführung des Religions- und Weltanschauungsunterrichts an den öffentlichen Schulen Berlins werden von den jeweiligen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Lehrkräfte beauftragt, die für den Unterricht verantwortlich sind und die Aufsichtspflicht innehaben ( § 7 Abs. 1 AV Religions- und Weltanschauungsunterricht). Nach den Bestimmungen des Berliner Schulgesetzes müssen diese Lehrerinnen und Lehrer die Befähigung für ein Lehramt mit der Prüfung im Fach Religionslehre bzw. ein fachwissenschaftliches Hochschulstudium oder eine vergleichbare Ausbildung vorweisen ( § 13 Abs. 2 SchulG). Und auch die für die Unterrichtsdurchführung erforderlichen Deutschkenntnisse sind von den beauftragten Lehrkräften gegebenenfalls nachzuweisen ( § 13 Abs. 2 SchulG).